posted by harrySmorgan on Jun 16

Mi 16.Jun. 09:29:00 2010
Wenn es um die Einhaltung der Vorschriften geht, kennt die FIFA keine Gnade. Das bekamen einige holländische Fans beim Spiel gegen Dänemark bitter zu spüren, die ihr Team mit hautengen “Shirts” eines Bierherstellers anfeuerten. Der Internationale Fußball-Verband verwies sie direkt aus dem Stadion.
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Knackpunkt war, dass die T-Shirts mit dem Logo von “Bavaria Beer” bedruckt waren. Diese Marke ist kein offizieller Sponsor der WM, deshalb schlug die FIFA knallhart zu.
“Das war gegen die Regeln”, erklärte ein FIFA-Verantwortlicher. Aber die Fans schütteln nur noch mit dem Kopf, denn die Regelwut kennt anscheinend keine Grenzen mehr.
Schon bei der WM 2006 in Deutschland musste in München der Schriftzug der Allianz-Arena abgenommen werden, weil der Versicherungskonzern kein offizieller Sponsor war.
Sechs Monate Gefängnis angedroht
“Das Dress ist richtig schön, sehr stylisch. In meinen Augen dürfen die Fans dieses Shirt schon tragen”, erklärte Peer Swinkels von “Bavaria Beer” und fügte hinzu: “Jeder Fan darf eigentlich tragen, was er will.”
Barbara Kastein, die solch ein orangenes Dress übergestreift hatte, meinte: “Wir haben in der vorderen Reihe gesessen, haben eine Menge Krach gemacht und die Kameras waren auf uns gerichtet. Wir haben Lieder gesungen und hatten richtig viel Spaß.”
“In der zweiten Halbzeit kamen etwa 40 Ordnungskräfte und haben uns gesagt, dass wir das Stadion verlassen müssen. Sie haben uns über die Treppen zum Ausgang gedrängt. Ein Mädchen ist dabei sogar gestürzt”, so Kastein.
Wie die Niederländerin berichtet, hat danach die Polizei diesen “Fall” übernommen und immer wieder nachgefragt, ob die Oranje-Fans eventuell Mitarbeiter von “Bavaria Beer” sind. “Sie erklärten uns, dass wir gegen die Vorschriften der FIF und gegen die Gesetze in Südafrika verstoßen haben.”
Angeblich soll die Polizei sogar damit gedroht haben, dass die holländischen Fans knapp sechs Monate für dieses Vergehen ins Gefängnis kommen. Einige Frauen hätten daraufhin geweint. “Es war schrecklich”, äußerte sich Kastein.
Nach einer stundenlangen Befragung wurden die weiblichen Fußball-Fans wieder auf freien Fuß gesetzt, ohne aber eine Kopie ihrer Ausweise zu machen. Der Schock sitzt noch immer tief…

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