Exklusiver Vorabdruck aus seiner Biographie.
Am 15. März ist es soweit: An diesem Tag erscheint die Biographie von Pornolegende Harry S. Morgan, dem Entdecker von Gina Wild, Sibel Kekilli, Leonie Saint und vielen weiteren bekannten Namen der Erotik- Branche. Im renommierten Independent-Verlag “U-Books”, der bereits mit Bestsellern wie “Ich hab die Unschuld kotzen sehen” (Dirk Bernemann), oder Biographien von Johnny Depp und Christopher Walken auf sich aufmerksam machte, rechnet man mit riesigem Interesse auf Seiten der Leser. Kein Wunder, dass man Harry S. Morgan und seinen Chronisten Christoph Strasser (“Pornostern”) sogar zur Leipziger Buchmesse einlud, um dort zu lesen. Exklusiv für die Fan-Gemeinde hat uns U-Books eine Leseprobe aus “Harry S. Morgan – Der Meister der Pornographie” zur Verfügung gestellt. Viel Spaß damit…
Ich erreichte die Düsseldorfer Altstadt, sprang vom Fahrrad und schloss es an eine Laterne. Während ich den Schlüsselbund einsteckte, sah ich mich nach Harry um, der vor der Tür der Kneipe warten wollte, in der wir uns verabredet hatten. Nach einigen Sekunden sah ich ihn an einen der Biergarten-Tische sitzen, die man über den Sommer auf den Bürgersteig gestellt hatte. Ich ging über die Straße und setzte mich ihm gegenüber. “Da bin ich schon”, grüßte ich noch ein wenig verschwitzt. “Was bist du denn so außer Atem?”, fragte Harry und trank sodann aus seinem Bierglas. “Ich hab´s mich beeilt und bin mit dem Rad hier.” “Und das in deinem Alter…..”
“Was soll ich machen?” Harry deutete auf das Glas vor sich. “Möchtest du auch ´ne Apfelschorle?”, fragte er. “Immer. Bei dem Wetter genau richtig.” “Isotonisch”, lachte Harry und zündete sich eine Zigarette an. Ich bestellte beim Kellner ein Bier und atmete durch. Es musste um die dreißig Grad sein, auch wenn es jetzt bereits kurz nach achtzehn Uhr war. Ich griff mir eine Handvoll Servietten und wischte mir damit über das Gesicht. “Verläuft dein Make-up?” “Mein Körper glaubt scheinbar noch, dass ich auf´m Rad bin und schwitzt noch ein bisschen nach. Wenn ich hier schon mit Prominenz sitze, will ich wenigstens nicht aussehen, als wäre ich gerade aus dem Sumpf gekrochen.” Harry schüttelte lächelnd den Kopf und nippte an seinem Glas. “Du bist halt ´ne Mimose.” “Wenn ich bei gefühlten tausend Grad schwitze, bin ich ´ne Mimose?” Harry winkte ab. “Das macht nix, ich bin auch eine. Männer sind alle Mimosen.” “Alle?”
“Ja, jeder Mann ist schlimmer als zehn Frauen. Ich hab´ mal in Frankreich gedreht mit einem Deutschen. Stefan aus Saarbrücken. Hat sich nur von Reis ernährt, glaube ich. Eine Parademimose. Ständig mussten wir alle Fenster und Türen geschlossen halten, weil er sonst nicht konnte.” “Was hat denn ein Dreh mit den Fenstern zu tun?”, fragte ich und packte die feuchten Servietten in meine Hosentasche. “Wenn du einen Darsteller hast, der alle zwei Minuten -Ich krieg´ Zug!- brüllt und sich panisch den Nacken hält, dann hat das schon Einfluss. Wir mussten dann trotz brüllender Hitze immer alles geschlossen halten. Furchtbar.” “Vielleicht war er die Ausnahme.” “Nö, gar nicht. Joselin, ein Darsteller aus Frankreich, musste immer erst an allen Frauen riechen, die er vögeln sollte.” “Riechen?” “Ja, der hat seinen Kopf zwischen die Beine der Frau gesteckt, und dann war´s entweder okay, oder es hieß nur -No-. Schlimm.
Vor allem, wenn unsere Auswahl an Darstellerinnen nicht sehr groß war. Gabi und ich haben uns dann vor die Frau gekniet, gerochen und ihm gesagt, dass wir nix riechen. Aber er blieb dabei. Wenn eine Frau für ihn schlecht roch, hat er sie nicht gefickt.” “Ein Sensibelchen.” Der Kellner brachte mein Bier und stellte auch Harry ein volles Glas hin. Wir stießen an und tranken einen Schluck. “So geht´s besser”, sagte ich und kühlte mich endlich ein wenig ab. “Ich hatte mir auch mal eine richtig schöne DP-Szene ausgedacht. Da lagen beide Männer auf dem Rücken, die Beine ineinander geschoben, so dass sich das Mädel schön auf beide Schwänze setzen konnte. Wieder so eine Katastrophe.” “Wieso?” “Die Männer wieder. Die ganze Zeit haben die nur gejammert. -Igitt, ich will nicht, dass meine Eier an seine Eier kommen!-, -Oh nein, mein Schwanz hat seinen Schwanz berührt!- Das war ein Desaster. Ich war kurz davor, die ganze Szene einfach bleiben zu lassen wegen dieser Heulsusen. Frauen sind von Natur aus viel zäher. Das ist einfach so.” “Is´ ja gut”, lachte ich. Harry deutete über meinen Kopf hinweg. “Zwei Häuser weiter hatte Joe übrigens seine Boutique.”
“Da vorne an der Ecke?” “Genau da. Seine Boutique mit indischer Kleidung und entsprechendem Zubehör.” “Zubehör?”, fragte ich. “Kräuter?” Harry nickte. “Ja, der hat dort auch seine Pfeifchen verkauft. Und selbst ab und an mitgeraucht. Ich war da ja nie so für.” “Ich erinnere mich an die Jamaika-Geschichte.” “Richtig. Ich hab´ nie gekifft. Joe war da anders. Ralley übrigens auch.” “Der Ralley, der in Frankreich die sieben Frauen beglücken sollte?” “Genau der. Wie gesagt, kannte ich ihn bereits aus Düsseldorf. War so ein Typ, der irgendwie immer in Bewegung war. Keiner wusste, was der eigentlich beruflich machte, aber das war ja auch nicht so wichtig. Ich hab´ mit ihm mal einen Maximum Perversum gedreht, das war der Hammer. Ralley konnte nämlich ohne Ende pissen. Wir haben hinterher sogar Leserbriefe gekriegt, in denen sich die Leute über den Fake beschwert haben. Die konnten nicht glauben, dass jemand tatsächlich so viel pinkeln kann.” “Aber es war echt?” “In seinem Fall ja.
Natürlich haben wir auch mit Tricks gearbeitet. Das ging ja oft nicht anders. Wenn ein Darsteller aus irgendwelchen Gründen nicht abspritzen konnte oder an diesem Tag schon zweimal gespritzt hatte, so dass nichts mehr kam, dann mussten wir das Sperma eben selbst anrühren. Weißt ja, wie man das mischt, oder?” “Nein, ich hab´ noch kein Sperma gemischt. Mein Körper liefert das fertig.” “Du trennst ein Ei, nimmst das Eiweiß und verrührst das dann mit Büchsenmilch. Sperma-Ersatz, der vom Original nicht zu unterscheiden ist.” “Vielleicht baue ich eine Rezepte-Ecke ins Buch ein”, lachte ich und trank einen Schluck. Harry lachte auch. “Besser nicht. Das Zeug schmeckt widerlich. Die Mädels haben lustigerweise immer lieber das echte Sperma geschluckt. Sie fanden, das schmeckte besser. Anders als bei NS-Filmen. Da war ihnen der Ersatz lieber. Wenn ein Darsteller pissen sollte, aber nicht konnte, haben wir einfach eine Kanne Tee aufgesetzt und den dann mit Wasser verdünnt, bis er echt aussah.
Der Produktionsleiter ist dann meistens mit einer Flasche Tee, an der ein Schlauch befestigt worden war, auf eine Leiter geklettert. Der Schlauch führte herunter und endete dann an der Penisspitze des Darstellers. Mit ein bisschen Klebeband hat man den dann da festgemacht, so dass man keinen Unterschied gesehen hat, wenn die Kamera die richtige Position hatte. Und die Mädels fanden das super. Sie knieten dann mit weit geöffneten Mündern vor dem Darsteller und haben gierig alles geschluckt, was da kam. Klar, war ja auch nur Earl Grey.”
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